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Tag 9 – Tromsö-Dorotea (22.07.2012)

Wir erwachten um Sieben Uhr morgens im Wohnzimmer unseres Ferienhauses. Warum im Wohnzimmer?! Weil das Haus komplett mit Stockbetten ausgestattet war und ich nicht wie im Landschulheim in einem Stockbett schlafe! Ich bin doch keine 12 mehr…

Also haben wir die Matratzen aus den Betten geholt, sie im Wohnzimmer platziert und da geschlafen.

Wir standen also auf, gingen zum Frühstück in das Gemeinschaftshaus des Campingplatzes und packten danach unser Zeug. Ich brauch wohl kaum erwähnen, dass es regnete.

Die Entscheidung, direkt heim zu fahren zwang uns zu einer Riesenetappe von knapp 1200 km, die unser Navi mit 14 Stunden veranschlagte. Die Route führte uns zurück nach Schweden durch Finnland und den selben Weg zurück, den wir vor zwei Tagen gekommen waren. Das Ziel war Östersund, von dem aus wir uns nochmal über das Wetter informieren und dann endgültig entscheiden wollten, ob wir heimfahren oder nicht. So zu sagen die aller, aller, aller letzte Chance…

IMG_2420Und jetzt haltet euch fest: 30 km hinter Tromsö Richtung finnischer Grenze hat es nach fast zweieinhalb Tagen aufgehört zu regnen und die Sonne kam zum Vorschein!

Und mal was ganz anderes:

Nach unserem Beitrag von gestern hat uns während der Fahrt mein geliebter Freund Vadim Schober angerufen um sich über unsere momentane Verfassung erkundigt. Er wolle nicht, dass wir heim kämen! Außerdem habe er sich schlau gemacht, ein paar meteorologische Karten studiert und errechnet, dass es ab Dienstag im kompletten Süden Skandinaviens regenfrei seien würde. Zusätzlich habe er noch seinen Vater, ein begeisterter Hobbymeteorologe, zurate gezogen, der ihm bestätigte, was er selbst schon rausgefunden hatte… Das deckte sich mit dem, was wir hier vor Ort in Erfahrung bringen konnten.

IMG_2432So hatten wir ein bisschen was zu bedenken auf unserer Fahrt.

Das hat uns gleich mal zuversichtlicher gemacht und die gute Laune sprengte fast die Skala! Was ein bisschen Sonne ausmachen kann!

Wir müssen übrigens unsere Meinung zu Finnland zurücknehmen, denn als wir die Grenze passierten präsentierte sich ein ganz anderes Land als noch vor zwei Tagen.

Es muss wirklich am Wetter gelegen haben (oder am Grenzübergang, der hier war nämlich ein anderer wie auf den Hinweg)…Der Grenzübergang landauswärts war aber der gleiche und kurz bevor wir ihn passierten, tankten wir noch einmal voll. Der Sprit war fast 20 Eurocent billiger als in Norwegen und 10 Eurocent billiger als in Schweden…

Weiter führte uns der Weg auf der bekannten E45 Richtung Süden. Da wir die Strecke kannten, traten wir ein bisschen mehr aufs Gas, damit sich die 14 Stunden des Navis nicht bewahrheiten würden. Man sagt, dass in Schweden bzw. in ganz Skandinavien die Strafen für zu-schnelles-fahren drakonisch sein sollen. Das mag sein, aber wo kein Kläger, da kein Richter. Auf bisher über 5000 km gefahrener Strecke haben wir vielleicht drei Polizeifahrzeuge gesehen…

Da gibt es aber auch eine nette Geschichte dazu:

In zwei von den drei Polizeiautos saßen schwedische Beamte und maßen die Geschwindigkeit mit einer Radarpistole. Wir sahen sie schon von geschätzten zwei Kilometern. Alles, was an dem Auto an Leuchten und Scheinwerfern einzuschalten ging, inklusive Blaulicht,war eingeschaltet. Es hat bloß die Sirene gefehlt, aber da wäre man ja mit aufgefallen!

Was sie hier wirklich oft haben, sind stationäre Blitzanlagen. An jeder Ortsaus- und Einfahrt, mitten im Ort, an Brücken, einfach überall. Teilweise stehen die Blitzer in Abständen von unter einem Kilometer!

Da wir aber ein gutes Navi haben, bekommen wir stationäre Blitzer angezeigt, bzw. werden mit einem Warnton darauf hingewiesen. Auf der Strecke nach Stockholm ging der Ton im Minutentakt los, was das Radio fast überflüssig machte. Aber dieses Feature rettete uns das ein oder andere Mal den Hintern!

Nach 1200 km und knappen 11 Stunden Fahrt hatten wir es geschafft… Wir suchten uns gegen 9 Uhr einen Campingplatz.

Da wir das Wetter nicht ganz abschätzen konnten und es uns zu heiß war, in einem nassen Zelt aufzuwachen, nahmen wir uns ein kleines Campinghäuschen. Ohne Strom, Bad, Klo, etc. Eben nur ein Dach über dem Kopf. Außerdem hat uns das Haus genauso viel gekostet, wie wenn wir das Zelt aufgebaut hätten…

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