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Oudtshoorn – Warmwaterberg – Gansbaai – Stellenbosch

Nach vier Tagen in Oudtshoorn sollte es nun aber auch mal weiter gehen. Wir würden aber nicht alleine fahren. Kars und Simone wollten uns zu unserem nächsten Ziel, die Hel begleiten.

Die Hel ist ein Naturreservat, dass man nur mit einem Geländewagen erreichen kann. Auf halbem Weg den Swartbergpass hinunter biegt man links in eine grobe Piste, die sich bis zum Reservat durch die Swartberge und an ein paar haarsträubende Abgründen entlangschlängelt.

Aber sowohl unser Toyota, als auch der Defender der beiden Holländer haben den holprigen Ritt gut überstanden. Nach ca. 3 Stunden (für 60 km) erreichten wir das Tal, in dem sich das Naturreservat befindet. Es stehen mehrere Campsites zur Auswahl, wir entschieden uns für den Letzten, der uns am besten gefiel. Stellplätze in dem Sinn gibt es nicht. Nur eine große Wiese, ein Sanitärblock mit Donkey-Shower und eine atemberaubende Aussicht auf die umliegenden Swartberge.

Wir entschlossen uns für eine Nacht zu bleiben, da wir in Warmwatersberg, unserem nächsten Stopp, zwei Nächte bleiben wollten.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, begutachteten wir den gewaltigen Elektrozaun, der ein wenig an Jurassic Park erinnert. Um die 4 Meter hoch, mit Strom und Stacheldraht. Wir fragten uns, ob wir vor den Tieren oder die Tiere vor uns geschützt werden sollten. Aber auf unsere Nachfrage hin erklärte man uns die „Vorsichtsmaßnahme“. Wiedermal sind unsere Freunde die Paviane die Übeltäter und der Grund, eine so riesige Barrikade zu errichten.

Nachts wurde es empfindlich kalt, wogegen wir aber ein guten Mittel hatten. Ein echt dickes Lagerfeuer! Mit den Füßen bald am Steinkreis, das Bier in der Hand ließen wir den Abend ganz relaxed ausklingen. Natürlich schliefen wir auch bestens, da wir ja von einem Zaun geschützt wurden, der einem T-Rex standhalten könnte.

Die ersten Sonnenstrahlen trieben uns aus den Autos, denn es sollte wiedermal ein heißer Tag werden.

Nach dem Frühstück und dem Zusammenpacken machten wir uns auf den Weg nach Warmwatersberg, einem ungefähr 200 km entfernten Campground mit einer heißen Quelle darunter. Man kann hier in 40 Grad warmem Wasser baden, das wollten wir uns ansehen.

Aber vor dem Spaß mussten wir noch die Arbeit erledigen und die kompletten 60 km von Die Hel zurück fahren. 3 Stunden und ein Paar Schrauben, die sich losgerüttelt hatten später erreichten wir den Swartbergpass wieder. Am Fuß nahmen wir die Straße nach Warmwatersberg, hielten aber kurz vor unserer Ankunft noch bei unserem alten Bekannten Ronny und seinem Sex-Shop (unser Bericht von Südafrika 2011).

Nach einem erfrischenden Bier fuhren wir die letzten 3 km zum Camp und quartierten uns für 2 Nächte ein.

Natürlich mussten wir sofort die heißen Pools begutachten. Das Wasser war fast schon etwas ZU warm, zumal es an die 35 Grad hatte und keine Wolke am Himmel stand. Aber den Spaß ließen wir uns nicht entgehen und badeten vor dem Grillen noch eine Runde. Den gesamten nächsten Tag verbrachten wir am Pool, gingen zur Abkühlung mal ein bisschen aus dem Wasser und ließen uns die Sonne auf den Bauch scheinen. Ein Gammeltag vom Feinsten!

Abends zelebrierten wir dann das obligatorische Grillen und genossen unseren letzten gemeinsamen Abend, denn am nächsten Morgen sollten sich unsere Wege trennen. Wir würden weiter die Küste entlang fahren und die beiden machten noch eine paar Tage in Swellendam halt.

Nach dem Zusammenpacken verabschiedeten wir uns. Aber es sollte nicht für lange sein, denn die Beiden wollten uns bei Hardy besuchen und ein paar Tage auf dem Campground bleiben.

Uns führte die Küste ins Küstendorf Gansbaai, in dem wir 2011 schon Haitauchen gemacht haben. Vorher machten wir aber noch einen Abstecher nach Cape Aghulas, dem südlichsten Punkt Afrikas und der Ort, an dem sich Indischer und Atlantischer Ozean sich treffen. Wir waren auch 2011 schon mal hier, aber wir wollten es noch unserer Tochter zeigen und natürlich ein Beweisfoto mit ihr machen. Dann nahmen wir die Hauptstraße nach Gansbaai. Wir suchten uns den örtlichen Campingplatz, merkten aber schnell, dass wir hier wohl kein Feuer fürs Abendessen machen würden. Zum einen war ein heftiger Wind, der vom Ozean herein blies und eine Feuer unmöglich machte, zum anderen war der Campingplatz genau neben einer Fischfabrik gebaut worden. Als wir auf den Platz fuhren, kamen mit uns auch die Fischerboote von ihrer Fangtour und jetzt wurden die Maschinen angeworfen.

Ein unmenschlicher Fischgestank breitete sich über die gesamte Küste aus. Normalerweise hab ich kein Problem mit Fisch und seinem Geruch, aber das war schon eine andere Hausnummer.

Wir entschieden uns, ins nahegelegene Restaurant (auf einem Berg, deshalb kein Gestank) zu gehen und dort zu essen. Den Stellplatz würden wir nur zum Schlafen nutzen.

Ironischer Weise bestellte ich auch Fisch (der vorzüglich geschmeckt hat), Sarah Pizza und Pommes und wir ließen es schmecken, während wir die Sonne über dem Atlantik untergehen sahen und die Schornsteine der Fabrik dunklen Rauch in die Luft spuckten.

Die Nacht war nicht die Allerbeste die wir hatten. Alles stank nach Fisch und wir waren froh, dass wir unser Zeug die Woche noch bei Hardy im Guesthouse waschen könnten.

Wir machten einen kleinen Abstecher ins malerische Fischerdorf Hermanus, bekannt für seine Glattwale, die zwischen Juli und Dezember vor der Küste ihre Kälber zur Welt bringen. Ein Naturschauspiel seine Gleichen, das wir aber leider verpasst haben.

Aber auch ohne Wale ist das Dorf einen Besuch wert, die Waterfront ist wunderschön angelegt und überall gibt es kleine Geschäfte mit lokalen Gerichten und Souveniers.

Leider spielte das Wetter nicht mit und begann wie aus Eimern zu schütten. Ich versprach mir, auf jeden Fall nochmal wieder zu kommen, und wir machten uns ein wenig wehmütig auf nach Stellenbosch, wo wir schon erwartet wurden.

Nach der Begrüßung bezogen wir Posten auf der Wiese, denn das für uns bereitgestellte Zimmer war erst ab dem Wochenende für uns reserviert.

So machten wir die Bekanntschaft mit Vinc und Jacqui aus England, die mit ihrem Overlandertruck bereits seit drei Jahren durch Afrika cruisen und in 6 Wochen von Port Elizabeth aus nach Hause verschiffen wollen.

Die beiden blieben 4 Nächte und auch als wir unser Zimmer bezogen hatten, verbrachten wir weiter die Abende mit den beiden. Es war super lustig! Die Zwei haben einen britischen Humor, wie er im Buche steht und wir genossen jede Sekunde mit ihnen.

Nebenbei fingen wir tagsüber an, etwas zu arbeiten. Das war der Deal: Hardy und Steffi sind über die Feiertage nach Deutschland geflogen und fragten uns, ob wir in der Zeit Hardys Eltern unterstützen könnten. Dafür sollten wir ein Zimmer mit echtem Bett und Bad bekommen. Da sagten wir nicht nein!

Kurz darauf kamen auch noch die Holländer Kars und Simone wie versprochen uns besuchen und auch mit den beiden hatten wir noch mal eine tolle Zeit, wenn auch leider nicht so intensiv wie beim ersten Treffen, da wir ja nun auch zum Arbeiten hier waren.

Kurz vor Weihnachten verabschiedeten sich die beiden auch wieder und wir wollen uns auf jeden Fall noch mal in Botswana treffen, wenn es passt.

Den Heiligen Abend verbrachten wir mit Gudrun und Dieter und ein paar netten Gästen ganz traditionell bei Kartoffelsalat. Aber zuvor wollten wir tagsüber unbedingt an den Strand und da hier erst am 25.12. Weihnachten gefeiert wird, war es hier noch recht überschaubar mit Besuchern.

So fuhren wir auf dem Rückweg vom Strand bei strahlendem Sonnenschein und 25 Grad auf den Tafelberg zu, während im Radio Feliz Navidad spielte. So könnte Weihnachten immer sein!!!

 

2 Antworten auf „Oudtshoorn – Warmwaterberg – Gansbaai – Stellenbosch“

Tach auch 🙂

Da seid ihr ja schon ein gutes Stück herumgekommen 🙂
Alles Gute für das kommende Jahr 2018!

Kleiner Tipp:

Unterteilt Weltreise innerhalb der Kategorien nochmals 🙂
Macht das browsen leichter, wenn man neu auf eurer Seite ist.

Weltreise

Afrika
-Namibia
-Südafrika

usw

Grüße,

Vadim

Huhu Vadim,

danke für deine Nachricht und dir natürlich auch noch ein erfolgreiches 2018!!!

Ich schaue mir das mal an mit der Unterteilung. Danke für den Hinweis!

Lg vom Blyderiver 🙂
Sarah

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