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  • Kroatien 1

    Endlich Sonne!

    Nach all der Kälte, dem Regen und dem miesen Wetter genossen wir jetzt jeden einzelnen wärmenden Sonnenstrahl.

    Pula war unsere erste Anlaufstelle in Kroatien. Die Stadt an der Adria war einst Teil des römischen Reiches, was man an den vielen antiken Bauwerken unschwer erkennen konnte. Pula besitzt ein riesiges Amphiteather und viele Gassen hätten so auch in Rom sein können. Dazu ziert ein gewaltiges Triumphtor die Innenstadt.

    Der Campingplatz, den wir uns rausgesucht hatten, war auf einer Landzunge, umschlossen von den türkisfarbenen Fluten der Adria. Ein wunderschön gelegener Platz, den wir uns mit einer immer stärker aufkommenden Zahl an Wohnmobilen teilten, denn die Osterferien rückten näher. Aber noch gab es Platz genug und wir, besonders unsere Tochter, genossen die Sonne und die Freiheit. Sie rannte überall auf dem Platz herum, sagten jedem Hallo und wie sie hieß und kam so auch in die Gelegenheit, überall ein paar Süßigkeiten oder eine kostenlose Führung durch eine dieser fahrenden Drei-Zimmer-Wohnungen zu erhalten.

    Zu uns gesellten sich noch zwei Jungs aus Hamburg, Leon und Jorit. Sie waren auf einer Zwei-Wochen-Tour durch Kroatien unterwegs und bei ein paar Bier lernten wir uns etwas näher kennen.

    Wir tauschten Nummern aus, denn in groben Zügen entsprach ihr Tourverlauf dem unseren und vielleicht könnte man sich ja mal wieder treffen.

    Am Tag als die beiden weiterfuhren, nahmen wir den Bus in die Stadt, um uns ein bisschen die Zeit zu vertreiben.

    Wie schon erwähnt ist die Stadt stark römisch geprägt, hat aber auch so einiges zu bieten. Am Hafen schaukelten leicht die Segelboote und Yachten im Wasser, die Fußgängerzone war vollgestopft mit Eisdielen und kleinen Restaurants, was erahnen ließ, was hier im Hochsommer los sein müsste. Wir waren wirklich froh, zu dieser Jahreszeit hier zu sein, denn so konnte man sich noch leicht durch die engen Gassen bewegen und wurde nicht hindurchgeschoben.

    Nach gut zwei Stunden beendeten wir unseren Rundgang durch die Innenstadt mit einem Milchshake und fuhren zurück zum Campingplatz.

    Frei Stehen an der Adria

    Wir bekamen einen Tipp, dass an der Südküste der Insel Krk ein genialer Wildcamp Platz direkt am Meer sein sollte, den wir definitiv nicht verpassen durften.

    Also packten wir unsere Sachen, füllten die Wassertanks, wuschen noch einmal Wäsche, kauften für ein paar Tage frei stehen ein und machten uns auf den Weg die Küste hinunter.

    Als wir den Platz erreichten, beleuchtete die untergehende Sonne in ihren schönsten Farben die Bucht, die Adria lag türkisblau vor uns und wie versprochen war der Platz überragend.

    Wir teilten uns das Camp mit zwei anderen Fahrzeugen, was aber überhaupt kein Problem war, denn Platz war genug da.

    Am abendlichen Lagerfeuer verabredeten wir uns mit Leon und Jorit für den nächsten Tag. Die Beiden waren auch auf der Insel und keine fünf Kilometer entfernt auf einen Campingplatz.

    Als sie am nächsten Morgen bei uns eintrafen, war ich schon schwer beschäftigt.

    Ich hatte am Straßenrand einen gefällten und schon zersägten Baumstamm gefunden. Die Scheiben hatten einen Durchmesser von vielleicht 50 cm und waren ungefähr 30 cm hoch. Ne Menge Holz für Lagerfeuer!

    Also packten wir eine Scheibe ein und nahmen sie mit. Und an dieser Scheiben versuchte ich jetzt mit unseren begrenzten Mitteln, ein paar Scheite abzuspalten.

    Nach drei Stunden Arbeit mit Hammer, Axt und Brecheisen war die Scheibe aber zerteilt und hatte mich nur einigen Schweiß und zwei Blasen an den Händen gekostet.

    Aber als ich so die aufgestapelten Scheite sah, hatte sich die Mühe definitiv gelohnt.

    Diese tauschte ich dann auf dem nächsten richtigen Campingplatz gegen die gleiche Menge abgelagertes Holz und so hatten wir einen schönen Vorrat für kommende Wildcamps am Meer.

    Auf den Spuren des Winnetou

    Ein weiterer Tipp führte uns ins Inland. Wir wollten einen Pass fahren, der eine atemberaubende Aussicht und eine tolle Fahrt versprechen soll.

    Außerdem war das Velebit Gebirge, durch das der Pass führt, einst Drehort für die Winnetou Filme aus den 60er Jahren.

    Die ältere Generation erinnert sich bestimmt noch gut an die graubraune, bergige Landschaft aus dem ersten Teil der Filmreihe, nur durchzogen von ein paar kargen Sträuchern und ein paar Grasflächen, in der Old Shatterhand und Winnetou alias Pierre Brice das Apachendorf zum ersten Mal betreten.

    Dort führte uns unser Weg vorbei, und es war wirklich eine gigantische Szenerie. Die Berge, die uns umgaben und überragten strahlten hell im Licht der Sonne und vor uns lag die Adria in tiefem Blau und Türkis. Kaum eine Wolke war am Himmel und der dunkelblaue Himmel rundete das Bild perfekt ab.

    Das war wieder einer dieser Momente, in denen mir bewusst wurde, warum wir das ganze hier machen…

    Unser Schlafplatz war ein weiterer Wildcamp direkt am Meer. In einer kleinen geschützten Bucht bauten wir unser Lager auf und verbrachten eine der ruhigsten Nächte unserer bisherigen Reise.

    Am darauffolgenden Morgen, als die Sonne gerade über die Berggipfel gestiegen war und die Küste und das Meer in sanftes Rot tauchte, war der Moment des Vortages wieder da. Für uns war es die absolut richtige Entscheidung alle Brücken hinter uns abzubrechen und das Risiko dieser Weltreise auf uns zu nehmen! Jeder dieser Momente wird uns für immer im Gedächtnis bleiben und wir werden uns mit Freude an genau diese Augenblicke zurückerinnern.

    Der Tag begrüßte uns mit Sonne und wolkenlosem Himmel! Die Bucht lag wunderbar ruhig vor uns und das Wasser war wie ein Spiegel, in dem sich die nahen Berge widerspiegelten.

    Nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen und machten uns auf den Weg in 20 km entfernte Zadar.

2 Responsesso far.

  1. Hallo Ihr 3,
    schon lange haben wir nichts mehr von Euch gehört.
    Wo steckt Ihr denn, wie geht es Euch ??
    Wir wünschen Euch viele wunderschöne Tage …
    LIebe Grüße aus DÜW von
    Ute und Peter

  2. Hallo,

    ja wir sind nicht ganz up to date mit unseren Berichten.

    Momentan sind wir in Albanien und uns geht’s gut!

    Viele Grüße zurück nach Bad Dürkheim
    Sarah, Tim und Elisabeth

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