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  • Tag 3 – Barcelona-Almería (02.05.2014)

    Die Nacht war super! Wir haben geschlafen wie die Babies, das Bett war weich und wir tot müde gewesen… Dementsprechend selig war unser Schlaf!

    Nach einem dicken Frühstück packten wir unser Zeug und beluden das Auto!

    Noch schnell Tanken und schon waren wir wieder auf dem Weg zu unserem nächsten Etappenziel:

    IMG_7971Almería… Das Tor nach Marokko!

    Kaum hatten wir den Großraum Barcelona verlassen begannen wieder die Mautautobahnen. Welch Überraschung, aber natürlich mit den gestern erwähnten Vorteilen.

    300 km später endeten sie und bald wünschten wir sie uns wieder zurück, denn hinter der letzten Mautstation war auf einmal die Hölle los! Uns kam es vor, als würde mit einem Mal alles was Räder hat auf dieser einen Autobahn unterwegs sein!

    Aber abgesehen von dieser Tatsache, verlief die Fahr ganz ruhig… ein bisschen zu ruhig. Wir zottelten mit 120 Sachen durch das eher karge, ausgetrocknete Land entlang der Küste und wurden nur manchmal aus unserem Trott geholt, wenn uns mal wieder ein LKW ausbremste, der nicht die doch recht steilen Berge hochkam.

    Das ging so bis 10 km vor Almería.

    IMG_8014Da nämlich wollten wir gerade einen Kies-LKW überholen.

    Nennt es Schicksal oder Pech, aber gerade in diesem Moment verlor er ein paar Steinchen, was uns einen Riss in der Windschutzscheibe bescherte… Naja, ein bisschen Schwund gibt’s immer!

    Viel schlimmer war, aber das wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass uns diese Sache auch einen Nebelscheinwerfer gekostet hat. Das bemerkten wir dann aber erst in Almería.

    IMG_7997Es gibt zwei Fähren, die Marokko anfahren. Eine Tag-Fähre, die morgens ablegt und den Hafen von Nador anfährt. Oder eine Nachtfähre, die 23:30 Uhr ablegt und Melilla im Morgengrauen erreicht.

    Optimaler wäre natürlich die Fähre nach Melilla gewesen, die aber einen entscheidenden Nachteil hat: Melilla ist eine spanische Enklave, also ein spanisches Gebiet auf dem marokkanischen Festland. Da die Fähre so zusagen „in Spanien“ anlegt überquert die Grenze erst ein paar Kilometer im Landesinneren. Die Grenzformalitäten werden in diesem Fall bevorzugt von Schleppern übernommen, denen man sich so gut wie nicht entziehen kann.

    Der Vorteil an Melilla ist aber, man fährt Nachts und hat noch den gesamten Tag zur Verfügung…

    Umgekehrt sieht es bei Nador aus, die Grenzformalitäten erledigt man auf dem Schiff, also keine Schlepper. Aber man kommt Nachts, bzw. Abends an und verliert somit einen Tag…

    Wir hielten Nador trotzdem für die bessere Wahl, da wir uns die Schlepper-Sache sparen wollten und Melilla als der berüchtigste Grenzübergang in Marokko gilt.

    Wir gingen also in’s Fährbüro, um ein Ticket für die Fähre nach Nador am nächsten Tag zu besorgen. Da schaute uns der Beamte ganz verdutzt an und fragte, ob wir nicht heute schon fahren wollten… Wir ließen uns verleiten und buchten die Fähre am selben Abend, somit hätten wir ja einen Tag in Marokko gut gemacht und so schlimm würde es schon nicht werden.

    Pullman-Sitz oder Kabine?! Kabine kostet 80 € mehr… Lieber den Pullman-Sitz. Wir sind ja schon öfter geflogen, daher kennt man die Dinger und sechs Stunden sind jetzt auch nicht die Welt…

    Okay, das war’s… Wir waren eingeschifft und würden Afrika im Morgengrauen betreten! Der Hammer!!!

    IMG_8001Jetzt hatten wir noch drei Stunden Zeit, bevor wir auf die Fähre fahren konnten, so machten wir einen entscheidenden Fehler! Fahre niiiiiieeeeemals, niemals in eine spanische Großstadt zum Feierabendverkehr! Böser Schnitzer!

    Eigentlich wollten wir nur ein paar Sachen für die Fähre, also Süßigkeiten, Trinken und so einkaufen, aber wir sind gar nicht bis zum Supermarkt gekommen, als wir schon wieder umkehren mussten, dass wir die Fähre nicht verpassten!

    Als wir es endlich zurück zum Hafen geschafft hatten, konnten wir fast umgehend auf die Fähre fahren, die erstaunlicher Weise an einem Freitagabend nur halb ausgebucht war. Wir hielten noch ein kleines Schwätzchen am Kai mit Franco, einem Schweizer, der mit seinem uralten Motorrad für 10 Tage die Sahara unsicher machen will! Viel Spaß, Franko!!!

    Nachdem das Auto sicher auf dem Fahrzeugdeck verstaut war, begaben wir uns zu unseren Sitzen, die im hinteren Teil des Schiffes lagen. Dort bemerkten wir unseren zweiten Fehler des heutigen Tage! Das nächste Mal gibt’s eine Kabine. Wer spart, verliert! Whatever…

    Überall auf dem Boden lagen schon Decken, auf denen es sich Leute gemütlich machten, das ganze Abteil sah aus wie ein großes Ferienlager der Pfadfinder. Und der Geruch der vielen Leute, bevorzugt natürlich ohne Schuhe auf ihren Decken war im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend! Na dann, gute Nacht!

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