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Tag 9 – Hibiscus Coast (07.03.2011)

Guten Morgen!

Der wunderschöne sonnige Tag wurde eigentlich nur von seiner Wärme übertroffen!

Sanfte 32 Grad, strahlender Sonnenschein!

Day9_Ape_3Ein kleiner Gecko begrüßte uns von der Zimmerdecke herunter. Als wir die Vorhänge aufzogen, überquerte gerade ein ganzes Bataillon Affen das Vordach unseres Hotels.

Wie im Zoo, bloß live, echt der Wahnsinn!

Nach dem Frühstück machten wir uns auf zu einer nahe gelegenen Krokodilfarm, damit nicht wieder der ganze Tag am Pool draufgeht. Gestern wurde es nämlich schon ein bisschen langweilig. Also ein gediegenes Vormittagsprogramm und dann wieder gammeln.

Wir fuhren also los, nach fünf Kilometern, oder K (kays), wie man hier sagt, war das Ziel erreicht und wir machten die Kamera klar.

Day9_Croc_2Im Innern der Anlage ist ein riesiges Becken, in denen die Krokodile aufgezogen und versorgt werden. Die Sonne brannte herunter, also war mit viel Aktivität bei den Krokodilen nicht zu rechnen. Träge lagen sie im Gras, manche halb im Wasser verborgen und sonnten sich. Das andauernde Klicken meiner Kamera störte sie kein bisschen und so gelangen mir ein paar schöne Nahaufnahmen. Es was faszinierend, diese gewaltigen Tiere live zu sehen, die seit Millionen von Jahren fast unverändert unsere Erde bevölkern.

Day9_Croc_3Nicht ganz so fasziniert war Sarah von dem Ganzen, etwas gelangweilt schländerte sie an den Gehegen vorbei.

Groß war die Zuchtstation nicht, also waren wir nach einer guten Stunde wieder raus.

Auf dem Parkplatz standen gegenüber von unserem Pick-Up zwei Inder, die sich angeregt unterhielten. Als wir näher kamen und ich das Fahrzeug per Fernbedienung öffnete, begrüßten sie uns freundlich und versicherten mir, was ich für ein schönes Auto fahren würde. Er selbst hätte doch so gerne auch einen Pick-Up für die Familie, genau so einen.

Unbeeindruckt der Tatsache, dass es nur ein Mietwagen sei, schwärmte er weiter.

Und so kamen wir ins Gespräch.

Und wo wir doch herkämen? Deutschland!

Ach Deutschland, Fußball, Bayern München, Toll, alles toll! Was für ein Glück wir hätten, Kapstadt wäre so eine schöne Stadt!

Sie selbst kämen aus Durban, wunderschön! Ob wir Curry in Durban probiert hätten… Äähh, nein…

Dann hätten wir auf jeden Fall was verpasst!

Verdammt…

Das hatten wir schon mal gehört…

Eigentlich wollten wir nur zum nächsten Supermarkt, Vorräte für die Transkei besorgen, der war gerade eine Ausfahrt weiter…

Aber es wurmte uns so, dass wir dieses verdammt Curry nicht probiert hatten, dass wir uns kurzerhand entschlossen nach Durban zurück zu fahren. Was kostet die Welt?!

Meine Eltern hatten früher den weisen Spruch: „Möchtest du nochmal arm sein… Nicht für 100.000 Euro!!!”

Außerdem waren es 150 Kilometer…

Also auf nach Durban!

Eineinhalb Stunden später erreichten wir die Promenade, ein indisches Restaurant war schnell gefunden.

Es war komisch, wieder die Stadt zu betreten, die wir vor drei Tagen verlassen hatten. Alles vertraut, aber irgendwie total neu…

Wir bestellten Curry, ich Chicken, Sarah Lamm.

Als das Essen kam, ahnten wir nichts von der, ich nenne es mal Würze, die indisches Curry ausmacht.

Einen halben Teller, zwei Flaschen Wasser und drei Cola später wurde uns klar, dass Curry bestimmt nicht in die Liste unserer Lieblingsspeisen aufgenommen wird. Mein Mund fühlte sich an, als hätte ich Salzsäure aus einem Champagnerglas getrunken. An die Sitzung am heutigen Abend will ich überhaupt nicht denken…

Egal, das Curry war auch abgehakt. Also wieder heim!

Auf dem Weg hielten wir noch bei einem Supermarkt, um die Einkäufe zu tätigen, die wir ursprünglich mal geplant hatten!

Da durch unsere spontane, außerplanmäßige Aktion der Abend schneller kam als gedacht, fiel der Pool flach.

Statt dessen machten wir die Hotels für unseren nächsten Stop (eigentlich den übernächsten) in Oudtshoorn klar, eine Lodge, die von zwei Potsdamern geführt wird und die uns wärmstens von unserem „Vorreisenden“ Vadim empfohlen wurde!

Nach dem Gespräch am Telefon wurde auch klar, warum!

Die Beiden sind supersüß und megafreundlich. Schnell waren wir per Du und noch schneller ein Zimmer, nein, eine Suite klargemacht!

Mit den besten Wünschen für unseren Weg verabschiedeten wir uns, die Freude auf das Zusammentreffen ist enorm! Wir freuten uns richtig!

Das Abendessen fiel auf Grund des Currys eher spärlich aus. Den Rest des Abends diskutierten wir den Verlauf der nächsten Tage und mit Nach-Hause-Telefonieren, weil wir nicht wussten, wann uns das nächste Mal Internet zur Verfügung stehen würde.

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