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Tag 7 – Hibiscus Coast (05.03.2011)

Ein zweites Mal erwachten wir im 17. Stock mit Blick auf den indischen Ozean.

Da wir in Durban alles gesehen hatten was wir sehen wollten und uns die Stadt schon etwas unheimlich war, beschlossen wir weiter an die Hibiscus Coast zu fahren. Sie befindet sich nur 100-200 km von Durban entfernt und hier sollen die Badestrände noch viel schöner sein.

Unser Reiseführer nannte uns ein Hotel, das wohl zu den schönsten hier gehört. Also auf dort hin. Leider konnte unser Navi die Adresse nicht finden. Also fragten wir bei einer Touristeninformation nach. Dort sagte man uns, dass das Hotel schon vor 1 Jahr zugemacht wurde. Na super… Aber macht ja nix, es war ja erst 12 Uhr und hier reiht sich ein Hotel an das andere. Die nette Dame in der Touri-Info empfahl uns noch ein weiteres Hotel, was aber in dem Prospekt sehr teuer aussah. Also klapperten wir erst einmal die ganzen kleinen B&Bs (Bed&Breakfast) ab. Leider ohne Erfolg. Es war Samstag und alles war ausgebucht. Hätten wir uns ja gleich denken können, dass wir am Wochenende, wo viele Südafrikaner aus dem Landesinneren ans Meer kommen, nix finden. Aber wir hatten ganz vergessen, dass Samstag war (das ist das schöne am Urlaub, wenn man die Zeit vergisst…).

Day9_Golf_ResortAlso doch mal das teure Nobelhotel aus den Prospekt angefahren. Plötzlich standen wir vor einem schwer bewachten Tor. Meter hoher Stacheldraht in zwei Reihen zäune das Gelände ein, Stromgitter überragen das ganze nochmal… Wir stiegen erst einmal aus und fragten, ob noch Zimmer frei seien. Es waren noch Zimmer frei und so gab man uns einen Parkausweis und bat uns bis zum Hotel durch zu fahren. Als wir durch die Anlage fuhren (es war noch fast 1km bis zum eigentlichen Hotel), stellten wir fest, dass es sich hier um einen Golfclub handelt. Es war ein riesen Golfplatz und überall Golfcaddys zu sehen. Allerdings sah alles nicht mehr so schön aus wie auf den Bildern. Es handelt sich um eine großzügige tropische Anlage mit lauter kleinen Häusern und Palmen aber die Fassaden sehen aus wie abgenutzte mexikanische Haziendas. Alles kackbraun und so gar nicht zu einem Golfclub passend.

Endlich an der eigentlichen Rezeption angekommen sagten man uns, was das Zimmer kostet: 50 € pro Person inkl. Frühstück und Abendessen (und endlich wieder Internet und das auch noch frei!). INTERNET!!!!

Gott ist mein Zeuge, ich habe mich noch nie so gefreut, die Geißel der Menschheit wieder begrüßen zu können!!!!

Der Preis war schon mal OK. Aber für den Preis, man bedenke: in einem GOLFCLUB, erwarteten wir nicht viel. In der Oxbow Lodge im Nirgendwo haben wir genau so viel gezahlt und das war das größte Loch, das wir je gesehen haben. Wir entschlossen uns 2 Nächte zu bleiben. Nach den üblichen Formalitäten und einem Begrüßungsdrink gab man uns den Schlüssel für unser Zimmer. Dort angekommen drehten wir direkt wieder rum und gingen an die Rezeption: Wir bleiben noch eine 3. Nacht!!!

So was haben wir noch nie gesehen!

IMG_2854Ein Zimmer mit einer riesigen Badewanne mittendrin! Und separater Dusche.

Die schwarzen Marmoramaturen der zwei Waschbecken waren blitzblank. Das gewaltige Bett, das ungefähr die Größe einer Doppelgarage hat, steht mitten in diesem Palast von Zimmer! Die Sicht durch die doppelte Fensterfront gibt einen Blick auf einen tropischen Wald mit vorbeiziehendem Fluss frei…

Wir waren im Himmel!!!

Ähnlich wie ein Loft aufgebaut, gibt es keine festen, sondern nur verschiebbare Trennwände, was das Zimmer riesig erscheinen lässt. Aber die Badewanne ist der Hit: Mitten im Raum, beleuchtet von diversen Spots, die in der Decke eingelassen sind und alles ist wie geleckt!

Hier kann man vom Boden essen!

Nachdem wir ausgepackt hatten, suchten wir unsere Badesachen zusammen und legten uns erst einmal an den Pool. Es hatte wieder schwüle 30 Grad und der Pool war genau die richtige Abkühlung. Um halb 7 gab es Abendessen. Alles vom feinsten und total lecker! Wir fühlten uns wie in einem Luxusurlaub! In Deutschland würde man mindestens das 4fache für eine derartige Unterkunft bezahlen.
Das einzigste Manko: Hier sind überall versnobbte Deutsche! Aber was macht man, wenn man zu viel Geld hat? Man fliegt zum Golfen nach Südafrika!!!

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