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Tag 4 – Jasper Nationalpark (24.08.2010)

 

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Gut geschlafen und fit machten wir uns am nächsten Morgen wieder auf den Weg. Da wir die geplanten Highlights der Rockys und der Nationalparks hinter uns hatten, beschlossen wir, einen Tag im Auto zu verbringen und mal ein paar Kilometer runterzureißen.

Auf dem Weg lag nur noch eine Station: Mount Robson, der höchste Berg der Kanadischen Rocky Mountains.

Die Hänge von Gletschern eingeschlossen, der Gipfel meist von Wolken verhangen, ragt er 3954 Meter vor uns auf. Er ist so hoch, dass er sein eigenes Wetter schafft, auch als wir ihn erreichten, konnte man den Gipfel nicht sehen, Wolken umspielten den Gipfel und verhüllte ihn komplett. Aber auch so hinterließ dieser Berg einen tiefen, unvergesslichen Eindruck.

Auf unserem Weg überschritten wir die Pacific-Zeitzone (-9 Stunden zur Heimatzeit) und nach 500 km erreichten wir den kleinen Industrieort Kamloops. Ein kurzer Zwischenstop führte uns in den nächsten Tim Horton´s für eine Lagebesprechung. Wir wurden uns einig, dass wir die 150 km nach Hope auch noch schaffen werden (das hört sich nicht viel an, aber bei einer Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h braucht man etwas länger als bei uns). Ich muss auch noch hinzufügen, dass die Temperaturen um fast 20 Grad gestiegen sind, seit wir küstwärts fuhren.

Am frühen Abend liefen wir in Hope ein, nahmen uns ein schäbiges, von einem Inder geführtes Motel und machten einen Plan für den Abend.

Es gab eine Seilbahn, die diagonal über den Fraser River zur anderen Seite des Ufers führt. Die Sstromschnellen, die sich durch den Fluss ziehen, werden Hell´s Gate genannt werden. Die Geschichte beschreibt, dass die ersten Siedler mit Kanus die Stromschnellen hinabgefahren sind, mit dem Ausruf, „das hier ist das Tor zur Hölle“, wodurch Ihren Namen entstanden ist.

Leider war es zu spät, die Seilbahn war schon geschlossen, aber ein kleines Stück weiter geht eine alte Brücke über den Fluss.

Dort angekommen ging es einen kleinen Waldweg hinab, über eine Bahnlinie hinweg zur Brücke.

Ein bisschen beängstigend war es schon, da die Fahrbahn aus Gittern bestand, mit einem Abstandsmaß von ca. 5 cm unheimlich grobmaschig waren und durch die man deutlich den Fluss tief unter uns sehen konnte. Hinzukam, dass die Brücke im Wind erstaunlich geschwankt hat und die tragenden Pfosten durch die feuchte Luft stark angegriffen waren. Ich bin kein Mädchen, aber ich war froh, von der ca 70 Jahre alten Brücke runter zu sein.

Aber es kam noch besser:

Auf dem Weg zurück zum Parkplatz mussten wir wieder über die Bahnlinie. Wir hörten schon von weitem den nahenden Zug, erreichten die Linie und sahen noch den Zugwagen an uns vorbeiziehen. Es gab weder Absperrungen noch einen richtigen Übergang, wenn wir es gewollt hätten, hätten wir ihn berühren können. Wir standen keinen Meter von von dem Güterzug entfernt, der ohrenbetäubend an uns vorbeirauschte, ein atemberaubendes Gefühl.

148 Waggons später konnten wir unseren Heimweg fortsetzen.

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