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Tag 20 – Toronto-Frankfurt (09.09.2010)

Der Tag der Abreise war gekommen. Keiner wollte es wahr haben, aber leider war es so.

Nach dem Frühstück packte jeder seine Sachen und stellte sie ins Wohnzimmer, was die allgemeine Stimmung nur noch unangenehmer machte.

Wir setzten uns nochmal alle an den Tisch, doch ein richtiges Gespräch kam nicht wirklich auf.

Nachdem meine Großtante es nichtmehr ertragen konnte, uns noch zwei Stunden vor uns mosern zu sehen, machte sie den Vorschlag, wir sollten doch noch einmal zum Lake Ontario und noch ein Stück am Strand entlangspazieren.

Dieser Vorschlag wurde dankend angenommen und sofort in die Tat umgesetzt.

Wir beluden das Auto, was dem etwas kleineren Kofferaum eine Menge abverlangte, verabschiedeten uns von ihr und dankten ihr überschwenglich für die schöne Zeit und ihre Gastfreundschaft.

Wir drehten uns ein ein letztes Mal um, als wir um die erste Ecke bogen und warfen einen letzten Blick auf das Haus, dass die letzten zehn Tage unser Zuhause gewesen war.

Über den Highway gings zum See, wir parkten und spazierten am Strand entlang, philosofierten über die Erlebnisse der vergangenen Tage und ließen alles nochmal Revue passieren, was wir unternommen und erlebt hatten.

Leider verging die Zeit viel zu schnell und wir mussten schon bald los, denn unser Flug ging in dreieinhalb Stunden.

Mit einem letzten Blick auf den riesigen Lake Ontario bogen wir auf den Highway Richtung Flughafen.

Geschäftiges treiben erwartete uns am Pearson International Airport. Wir entluden das Auto, verabschiedeten und bedankten uns überschwenglich bei meinem Großonkel und betraten den Fughafen.

Nach dem Einchecken gings ein letztes Mal zum Starbucks, obwohl ich den Kaffee schon kaum noch sehen konnte.

Eine letzte Zigarette auf kanadischem Boden, ein letzter Schluck Kaffee und wir machten uns auf den Weg zum Gate, durch die Sicherheitskontrolle und rein in die Abflughalle, in der unser erster Blick auf das Flugzeug fiel, mit dem wir den neun Stunden dauernden Heimflug antreten würden.

Es war eine hochmoderne Boeing 777 der Air Canada, die am Gate auf das Boarding wartete.

Wir setzten uns zu den anderen Wartenden, mein Dad stand am Fenster und betrachtete die Beladung der Maschine neben unserer.

Das Gate wurde geöffnet und alle sprangen auf um sich anzustellen.

Die Durchsage, dass erst die hinteren Sitze an der Reihe wären, überhörten anscheinend die meisten der Anstehenden. Da wir aber relativ weit hinten saßen, mussten wir nach Vorne. Wut schoss in mir hoch, als ich mich an vielen der Wartenden vorbeidrängeln musste, die nicht zuhörten oder der englischen Sprache nicht mächtig genug waren, um auf die Durchsagen des Personal zu hören.

Aber mit etwas Gewalt, ein paar netten Worten und etwas Schieben erreichten wir die Bodencrew, gaben unsere Tickets ab und betraten die Gangway zum Flugzeug.

Es schien auch der Crew gereicht zu haben, denn die letzte Durchsasge, bevor ich das Flugzeug betrat lautete wie folgt: „Es braucht niemand Angst zu haben, alle würden mitgenommen werden, man solle bloß die aufgeforderten Personen durchlassen und endlich Platz machen!“

Wenigsten ein paar ehrliche Worte zum Abschluss.

Diesmal hatten wir unsere reservierten Plätze sicher und uns überraschte die gewaltige Beinfreiheit, die uns erwatertete. Wir hatten fast zwei Meter Platz zur gegenüberliegenden Wand, unsere Sitze hatten ausklappbare LCD-Monitore und ich kam mir vor wie in der ersten Klasse. Wir genoßen die ungläubigen Blicke der anderen Fluggäste, die an uns vorbeikamen und unsere Sitze neidisch anstarrten.

Nach der obligatorischen Sicherheitseinweisung und dem Abheben machte ich mich über das reichhaltige Entertainmentprogramm her und verlor mich in diversen Kinofilmen, Dokus und Serien.

Da es kein Innlandsflug war, gab es ausreichend Essen und vorallen: Alkohol!

Wie im Himmel fühlte ich mich, als ich einen Whiskey-Cola bestellte und mir die Frage gestellt wurde, ob mir Bourban oder Scotch lieber wäre. Ich liebe Überseeflüge!

Mit der bestellten Runde stießen wir alle auf den vergangenen, wunderschönen Urlaub an, der nun wirklich seinem Ende zusteuerte.

Nach neun Stunden Flug landeten wir um 6:30 Ortszeit auf dem Internationalen Flughafen Frankfurt.

Abschließend muss ich sagen, war es einer der schönsten, intressantesten und vielseitigsten Urlaube meines Lebens. Ich werde dieses wunderschöne Land mit seinen grenzenlosen Wäldern, Highways und Bergen niemals vergessen und werde es auf jeden Fall irgendwann erneut besuchen.

Weiter möchte ich meinem Dad, sowie meinem Großonkel und meiner Großtante danken, die diese Reise überhaupt ermöglicht haben. Vielen vielen Dank, es hat sehr viel Spaß gemacht!

Das Gleiche gilt für dich, Sarah, sowie an alle, die das hier lesen und es hoffentlich mit vielen Komentaren versehen werden!

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